Aktuelle Infos

01.07.2018 Kategorie: Allgemeines 2018
Von: sk/ws

Muss es wirklich sein? Wir meinen Nein

Zur geplanten Neupflanzung von Bäumen auf dem Landungsplatz
Landungsplatz (Google)

Im Zuge der Landesgartenschau können viele städtebauliche Projekte, schon lange geplant, endlich umgesetzt werden. Zu diesen Projekten gehört auch die Neugestaltung des Landungsplatzes. Seine nördliche Hälfte ist bisher ganz den Bussen, den Taxis und dem Durchgangsverkehr verschrieben.

LBU/Die Grünen schlagen vor, den Landungsplatz von seinen Verkehrsflächen mit Asphalt und hohen Bordsteinen für Busse und Taxis zu befreien. Der Busverkehr darf auf keinen Fall die Gestaltung des Platzes bestimmen. Die sehr häufigen Leerfahrten von RAB Gelenkbussen müssen unterbunden werden. Stadtbusse, Taxis und Reisebusse sollten weiter unsere Bürger und Gäste zum Landungsplatz bringen und wieder abholen dürfen. Parken dürfen Reisebusse dort jedoch nicht. Priorität muss die überwiegende Nutzung des Landungsplatzes durch uns Menschen zu Fuß haben. Durch den Beschluss des Gemeinderats, die Hafenstraße für den MIV zu sperren, können Landungsplatz und Hofstatt gestalterisch miteinander verbunden werden.

In mehreren Bürgerversammlungen wurden die Planungen zum Landungsplatz vorgestellt, diskutiert und teilweise angepasst. Auch im Gemeinderat wurden sie erörtert. Die Verwaltung erläuterte, dass der Platz aus Zeit- und Kostengründen nicht in einem Zug neugestaltet werden kann und dass es bei der Planung des nördlichen Bereiches Unklarheiten zur benötigten Busschleife gibt. Als erster Schritt wurde daher die Fertigstellung des südlichen Bereiches beschlossen. Soweit so gut, so transparent und so nachvollziehbar.

Nun zu einem Detail, das deutlich weniger gut, transparent und nachvollziehbar ist: die drei südöstlichen Kastanienbäume sollen gefällt und durch drei neue Bäume etwas weiter nördlich ersetzt werden. Dafür wurden drei Gründe aufgeführt: Mehr Freifläche im Süden, nicht zugängliche verschiedenste Leitungen im Wurzelbereich und schlechte Vitalität der Bäume. Wegen dieser drei Gründe haben die Gemeinderäte von LBU/Die Grünen schweren Herzens der Fällung und gleichzeitigen Neupflanzung dieser Bäume zugestimmt.

Nach unseren Recherchen auf der Basis von Unterlagen des Tiefbauamts und des Stadtwerks am See sieht es nicht so aus, dass Leitungen im Wurzelbereich ein großes Problem darstellen, zumal sie dort mindestens schon seit dem Jahr 1997 liegen, also als die Bäume dort schon standen. Dies hätte eigentlich auch der Verwaltung bekannt sein müssen. Ob schließlich ein größerer Wurzelraum machbar ist angesichts möglicher denkmalgeschützter Fundamente im Erdboden, ist ebenfalls offen. Mehr Freifläche im Süden wäre nett, bedeutet aber weniger im Norden und es ist unklar, wie es dann mit der Busschleife aussieht. Daher unser Vorschlag: Lasst die drei Bäume einfach stehen, wo sie sind. Sie werden zwar nicht mehr größer, aber es gibt sie wenigstens und sie spenden Schatten und auf den Bänken darunter sitzt es sich angenehm. Sie können jederzeit ersetzt werden, wenn es nötig wird. Das entspricht auch dem Wunsch vieler Überlinger Bürger.

Sibylla Kleffner, Vorstand Liste für Bürgerbeteiligung und Umweltschutz (LBU)
Werner Schrader, Vorstand Bündnis 90 Die Grünen OV Überlingen


Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz